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Di

11

Jul

2017

Grins

Heute werde ich den ganzen Tag grinsen. Wisst Ihr wieso? Habe soeben mit meinem Dr telefoniert. Der pathologische Befunde hat keinerlei bösartiges Geschehen ergeben. Juhuuuuuuuuu! Ihr dürft alle also noch einige Zeit meinen breiten Grins aushalten müssen! 💪🙏🏼🥂

Mi

21

Jun

2017

Schnipp schnapp in meiner Lieblings-Körperregion

 

 

 

 

 

Schnipp schnapp in meiner Lieblings-Körperregion

 

Ich weiß…. schon lange nichts mehr gehört von mir. Sorry dafür. Ich musste erst mal ein paar Dinge verdauen und sortieren.


Ich war ja gerade dabei meine „body and soul moves“ Seminare zu forcieren. Und ich durfte auch schon eine Gruppe über 15 Stunden lang begleiten. Es war toll, großartig, genau mein Ding. Ich hatte so eine Freude.


Ich habe auch begonnen mich daran zu gewöhnen weniger Arzt-Termine zu haben und Dinge etwas weiter hinaus zu planen. Ich habe mich darüber gefreut, mich wieder als verlässliches Mitglied der Gesellschaft und als Mitarbeiter zu fühlen. Aufgaben zu übernehmen, die über einen längeren Zeitraum laufen…


Aber Bäääääääm! Nein, nein, nein Evelyn, so einfach geht das nicht!
Auf meinem Wanderurlaub auf Mallorca hatte ich plötzlich und unterwartet Blutungen. Es war keine Menstruation, sondern…??????? Hmmm ????

 

Zurück aus dem Urlaub bin ich sogleich ins Brustzentrum. Der Arzt meinte nach einer gyn. Untersuchung "Das müssen wir genauer anschauen." Mein Lieblings-Satz! Im Klartext: Man kann nur durch eine OP anschauen, was da unten nun wirklich los ist. Aufgrund meines saftigen Alters (47) und meiner ganzen Anamnese kamen wir zum Entschluss gleich die Gebärmutter mit den Eierstöcken zu entfernen.

Bevor jetzt wieder die ganzen Tipps kommen wie "Hol dir eine 2. Meinung ein" oder "Muss das den wirklich sein, gibts keine Globoli dagegen?" oder sonstigen Weisheiten. Bitte lasst es! Bitte bitte lasst es. Ich weiß was ich tue, und mein Arzt erst recht. Und ich möchte hier und jetzt gerade nicht alle Details dazu erklären.

 

Es wird gemacht und zwar am 30.6. "Schnipp schnapp in meiner Lieblings-Körperregion" Und ich bin froh, dass es gemacht wird. Der Prozess des Verabschiedens meiner Körperteile ist mir bekannt und ich kann gut damit umgehen. Auch etwaigen Folgen stehe ich gelassen gegenüber.

 

Der Satz der mich aber dennoch beschäftigt und herausfordert Ruhe zu bewahren und mich in Vertrauen und Gelassenheit zu üben ist "Das müssen wir genauer anschauen." Es müssen die Körperteile bei/nach der OP untersucht werden, um ein malignes Geschehen auszuschließen. Bis ich da den Befund (der hoffentlich ohne Befund ist!) bekommen wird es ca. weitere 10 Tage dauern. Echte Entspannung (oder eben nicht) ist also erst ab Mitte Juli angesagt.

 

Ich bitte Euch diesmal ganz schlicht und einfach darum, mir Eure Däumchen zu drücken. Ich möchte gerne mal wieder längerfristigere Pläne schmieden, im Job wertvolle Aufgaben übernehmen, für ein paar Monate keine Arztpraxis von innen sehen.....

 

Danke Euch von Herzen.

Eure Evelyn

 

 

Mi

05

Apr

2017

Die „Niemals-Aufgeben-Philosophie“ versus dem würdevollen Scheitern

Überall bekommt man die Parolen zu hören „niemals aufgeben“, „kämpfen bis zum Schluss“ oder „Du braucht nur fest daran zu glauben, dann wird es auch wahr“.

 

 

Und ich spreche hier nicht nur von „Krebs-Parolen“, nein, sondern von allen erdenklichen Situationen. Von Eltern, die ihren kleinsten Kindern diese Parolen einbläuen, von jungen Sängern, die in Casting-Shows singen als würde es um ihr Leben gehen, von Freizeit-Sportlern, die vergessen haben, dass es eigentlich auch Spaß machen sollte….

 

 

Alles gut und Recht. Aber wo bleibt der Plan für den Fall, dass es doch nicht klappt, doch nicht funktioniert, man doch nicht durchhält, oder man doch einfach nicht gut genug ist.

 

 

Was ist mit der Realität? Denn, sind wir uns doch ehrlich, es gewinnt nicht jeder – die meisten verlieren. Scheitern. Scheitern gehört zum Leben. Die Frage ist, wie wir damit umgehen. Wir dürfen daraus lernen. Vielleicht auch lernen, mit dem Ärger darüber umzugehen. Ohne das Scheitern wären wir völlig doch abgehoben und realitätsfremd. Oder? Also lasst uns dem Scheitern würdevoll begegnen. Feiern wir, dass wir eine Sache auch mal beenden dürfen, aufgeben dürfen und sich dafür vielleicht viele neue Türen öffnen, für die wir vorher keinen Blick hatten. Scheitern als Chance. Als Chance zum Wachsen, zur Veränderung, zum Neubeginn.

 

 

Ihr lieben jungen Leute da draußen: Ihr müsst nicht alle Superstar werden. Die meisten Leute sind keine Superstars.

 

 

Wir dürfen auch mal weich sein – wie das Wasser – den leichtesten Weg finden. Wir dürfen uns auch mal auf unsere Intuition, unser Bauchgefühl, einlassen. Auch wenn der der Verstand was ganz anderes sagt und uns mit den einstudierten Parolen „Nicht aufgeben. Kämpfe immer weiter.“ verunsichert, blind und verkrampft werden lässt.

 

 

Ich weiß, wenn es um den Krebs geht, sehen sich viele gut aufgehoben mit den „Kampf-dem-Krebs“-Parolen. Mag für viele ja auch stimmten. Kein Ding. Ich persönlich habe so viel in meinem Leben gekämpft, dass ich für mich das Loslassen, das weich werden, das Annehmen die großen Lehr-Themen meiner Krankheit waren. Und das ist nicht zu verwechseln mit aufgeben. Ganz im Gegenteil. Ich durfte im Laufe der letzten Jahre durch viele Gespräche mit anderen Betroffen erfahren, dass viele so denken wie ich. Aber da es unpopulär ist sich als „Nicht-Kämpfer“ zu bezeichnen, tragen viele diese Weisheit mit sich alleine herum. Und leider trifft es mich auch immer wieder zu lesen, wenn jemand beschreibt, dass jemand den „Kampf verloren“ hat. Es wurde kein Kampf verloren. Man ist gestorben. Und ob ihr es glaubt oder nicht: Jeder stirbt – wirklich jeder. Ganz unausweichliche jeder. Autsch, was für eine grausame Erkenntnis! Sterben hat doch nicht mit verlieren oder gewinnen zu tun. Es ist Teil unseres Seins.

 

 

…mit leeren Händen kam ich. Mit leeren Händen muss ich gehen…

 

 

Kein Gewinn, kein Verlust. Eine ausgeglichene Bilanz.

 

 

Und da fällt mir doch noch ein Spruch ein, den die Gesellschaft regelmäßig zum Einsatz bringt, wenn man scheitert: „Hinfallen, Aufstehen, Krönchen richten, weiter gehen!“ Und das werde ich auch tun. Immer und immer wieder - würdevoll scheiternd.

 

 

Sonnige Grüße

 

Eure Evelyn

 

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Di

28

Feb

2017

Danke für die wundervollen Resonanzen

Danke für die wundervollen Resonanzen

Ich muss zugeben, es war ein Prozess für mich, bis ich es tatsächlich wagte, mich in meiner Nacktheit und Verletzlichkeit in der „Vorarlbergerin“ zu zeigen. Ein Prozess des Lernens, des bewusst Werdens, des Loslassens und des Annehmens. Ich habe seit der Veröffentlichung so viele wundervolle Resonanzen auf den Bericht erfahren dürfen, die mich teilweise zutiefst gerührt haben. Ich danke Euch von Herzen. Ich freue mich, dass wir Mut und Zuversicht schenken konnten.


Und ich danke dem Team - inzwischen nenne ich sie lieber Freunde - für Ihre einfühlsame und tief empathische Arbeit – vom Tattoo über das Make-up und dem Foto bis zum Text. Danke!


Gestern haben wir uns alle getroffen. Dr. Karin Riedl, Mag. Andrea Bonetti-Mair, Christian Holzknecht, Claudia Gmeiner, Isolde und ich. Alle berichteten ausschließlich von positivem und berührendem Feedback. Ein entspannter, herrlicher Abend unter Freunden.


Andrea ist bekannt für Ihre Texte. Aber noch eine weitaus größere Künstlerseele lebt in ihr. Sie malte dieses Bild. Ich werde einen Ehrenplatz dafür finden und möchte es auch den Lesern und Besuchern der Brustkrebs-Tanz – Seite nicht vorenthalten.


Danke für diese Erfahrung.
Evelyn

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Mi

01

Feb

2017

04. Februar - Weltkrebstag - 2017

 

04. Februar - Weltkrebstag - 2017

 

 

Krebs ist kein Tabu, lass mal drüber reden!

 

 

Wir Krebs-Blogger tun das.

Miteinander.

Mit jedem, der uns folgt, mit denen, die unsere Geschichten lesen.

 

 

Wir klären auf, informieren, sind füreinander da, schreiben über Ängste, Hoffnungen, Vorsorge, Schmerzen, Erfolge, Lichtblicke, den Tod.

 

 

Wir brechen Tabus.

Krebs geht uns alle an!

 

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Dann kontaktiere mich unter evelyn.flatz@gmx.at

 

 

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